Ein fabulöser Freitag im Oktober plus ein Rezept für eine schnelle Rote-Beete-Soulfood-Suppe

Skandinavischer Mama-, DIY- und Wohn-Blog Skandinavischer Mama-, DIY- und Wohn-Blog-2 Der Oktober ist gegangen – Zeit für den Rückblick auf den vergangenen Monat. Zwischendurch stehen bleiben, mir den Jetzt-Zustand vor Augen führen und Schulterblicke auf Vergangenes werfen, das tut mir gut und hilft mir, bewusster und langsamer durch dieses Chaos namens Leben zu gehen. Weitere Glückblicke und Lieblinge findet ihr bei Denise und Anna. Schaut mal vorbei!  

 

Über unerfüllte und erfüllte Sehnsüchte ° GELEBT

Kaum hat der Alltag nach den Sommerferien begonnen, standen schon wieder die Herbstferien vor der Tür. Sie haben diesen Monat vorrangig bestimmt, denn endlich konnten wir die langersehnte Sylt-Reise antreten, die ich Anfang des Jahres bei Sandra von Wortkonfetti gewonnen hatte. Auch wenn nicht alles so ablief wie ich es mir gewünscht hätte – ich habe schnell meinen Frieden damit gemacht und wir hatten ein paar schöne  Tage. Schwer war das zugegebenermaßen in dem tollen Apartmenthotel am Leuchtturm nicht. Der hohe Komfort des Hauses gepaart mit dem freundlichen und hilfsbereiten Team erlauben gar keine lange Schnute. Wir schliefen in kuschelig weichen Betten, machten es uns auf dem Sofa gemütlich oder kochten uns was Leckeres – den Leuchtturm vor dem Fenster immer im Blick. Die meiste Zeit verbrachten wir im wohlig duftenden Wellnessbereich, der es den Kindern mit seinem Swimming Pool nachhaltig angetan hat. Aber wir Großen konnten zwischendurch immer wieder in Sauna und Dampfbad entspannen, es war also schon okay so.

Von Sylt haben wir weniger gesehen, als der Mann und ich es uns gewünscht hätten, aber immerhin konnten wir ein paar Mal an den Strand und ein tolles Café, in das wir uns beim letzten Sylt-Besuch verliebt hatten, wieder ansteuern. Wir haben es geschafft, auch dieses Mal bei Gosch in List essen zu gehen und es hat sogar den Kindern gut gefallen, immerhin sieht die Bar dort aus wie ein Schiff und an den Wänden hängen Piraten und Meerjungfrauen. Das hat mit Kindern definitiv Vorteile. Der Mann machte mit den beiden eine Kutterfahrt zu den Seehundbänken und ich nahm mir einfach mal eine Stunde Zeit für mich, fuhr zum Lister Ellenbogen und spazierte ein wenig am verlassenen Strand.

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Im Anschluss haben wir noch zwei Tage in Hamburg drangehängt und der Sohn hat uns nach seinem Besuch der Stadt mit Papa im letzten Jahr sein ganz persönliches Hamburg gezeigt. Das war wirklich zuckersüß. Wir haben eine Hafenrundfahrt gemacht, uns das Museumsschiff Cap San Diego angeschaut, waren in Hagenbeck’s Tropen-Aquarium und ein Besuch des Miniatur Wunderlandes war natürlich unumgänglich. Dafür haben wir Eltern uns gewünscht, uns die Elbphilharmonie mal von innen anschauen und zu unserem Hamburger Lieblings-Vietnamesen gehen zu dürfen. Beides haben die Kinder gut mitgemacht und wir sind alle vier glücklich wieder abgereist.

Aber das Beste war nicht unsere Reise, sondern meine Schwangerschaft. Es ist so schön, wenn ein Herzenswunsch nach langer Zeit endlich in Erfüllung geht und noch schöner zu erleben, wie sehr sich die großen Geschwister auf das Kleine freuen. Wie sie raten, welches Geschlecht es wohl hat, darüber verhandeln, wer seine Windeln wechseln und wer es in den Schlaf singen wird und am Abend meinen Bauch küssen, um dem Baby eine gute Nacht zu wünschen. Auch wenn es mir furchtbar schlecht gegangen ist in den ersten Wochen, mir durchgehend übel war, ich mich komplett kraft- und antriebslos gefühlt habe und wahnsinnig geruchsempfindlich war – der Freude auf unser fünftes Familienmitglied konnte es nichts anhaben. Skandinavischer Mama-, DIY- und Wohn-Blog    

 

Kindheitsgeschmack ° GENOSSEN

Immer wenn ich schwanger bin, üben die Geschmäcker meiner Kindheit und meines Elternhauses einen unentrinnbaren Sog auf mich aus. Bereits in meinen ersten beiden Schwangerschaften hat meine Mutter mir wöchentlich gefüllte Paprika, Kohlrouladen und Co. kochen müssen, um den Heißhunger auf diese vollen Aromen, dieses Soulfood der polnischen Küche, das mich durch Kindheit und Jugend begleitet hat, zu stillen. Dieses Mal sind die Gelüste ganz besonders intensiv und meine Mutter hat wie wild den Kochlöffel geschwungen und mich mit ihren Köstlichkeiten verwöhnt. Leider ist sie seit Kurzem wieder im Krankenhaus, den Gelüsten ist das aber herzlich egal. Also habe ich mir das Kochbuch geschnappt, das meine Mutter vor einigen Jahren für uns Kinder selber geschrieben hat und mich mit sehr viel Respekt und noch weniger Zuversicht an einer meiner liebsten polnischen Suppen versucht: der Rote-Beete-Suppe.

Ich hatte schon mal etwas aus dem Buch nachgekocht, das ist ja auch der Sinn dahinter, aber leider ist das in die Hose gegangen und hat kein kleines bisschen wie bei Mama geschmeckt, so dass ich das Buch ganz nach hinten ins Buchregal gestellt und gepflegt ignoriert habe. Aber aus der Not heraus habe ich wieder entstaubt und es tatsächlich geschafft, den Geschmack meiner Kindheit auf den Teller zu bringen. Es war nicht nur superlecker, sondern hat mich mit ein wenig Stolz erfüllt, vor allem weil es nicht nur uns Großen, sondern auch dem Sohn sehr gut geschmeckt hat. Vielleicht besteht noch Hoffnung und ich schaffe es doch irgendwann mal, annähernd so gut zu kochen wie Mama (und Papa) und kann die Familienrezepte an meine Kinder weitergeben. Wenn ihr sie nachkochen mögt, ist das eigentlich ziemlich simpel. Wichtig ist die Zeit und die Liebe, die ihr euch dafür nehmt:

  • kocht eine gute Hühnerbrühe aus einem Hähnchen und Suppengemüse und entfernt Fleisch und Gemüse wieder aus der Brühe
  • schneidet ein paar geschälte Kartoffeln in Würfel und lasst diese in der Brühe gar kochen. Gebt dann grob geriebene (vorgekochte) rote Beete (4-5 Knollen) in die Suppe und lasst sie kurz einkochen.
  • Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken, einen Klecks Schmand drauf geben und mit viel Petersilie bestreuen. Uns schmeckt eine Scheibe Bauernbrot gut dazu.

 

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Schwesternliebe und Momente nur für mich ° GELIEBT

Ein weiteres Highlight diesen Monat war, dass ich seit Anfang des Jahres endlich mal wieder in Düsseldorf shoppen war. Zu verdanken habe ich das meiner Schwester, die genau weiß, was eine Mutter braucht: einfach auch mal ein wenig Zeit ohne die Kinder. Also schenkt sie mir jedes Jahr zum Geburtstag einen gemeinsamen Shopping-Tag, nur sie und ich, wie früher. Ich habe mich reichlich mit weichen Flauschpullis und gemütlichen Hosen für die Schwangerschafts-Herbst- und Wintersaison eingedeckt, mir ein hochwertiges Badeöl für ruhige Momente in der Badewanne gegönnt, durfte in aller Ruhe durch einen Buchladen schlendern und konnte mir endlich den fantastischen neuen Anthropologie-Laden auf der Kö anschauen. Der hat uns beide schwer begeistert und ich habe mir einen Ast darüber gefreut, dass das Schwesterlein die Spendierhosen anhatte und ich mir als Sachgeschenk einen wunderhübschen kleinen Wandteppich mitnehmen durfte. Mein erstes Anthropologie-Stück, es wird bestimmt nicht das letzte bleiben.

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Geschichten, die uns alle angehen ° GELESEN

Ein Buch hat meine liebe Frau Schwester auch noch drauf gelegt: Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde. Es greift ein wichtiges ökologisches Thema auf und verpackt es in eine spannende, aber vor allem fast schon poetisch erzählte Geschichte. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hängen zusammen, bedingen einander. In meinen Augen die Kernbotschaft: Alles, für das wir uns heute entscheiden, hat Konsequenzen für die Menschen von morgen. Ich mochte die Sprache und den Erzählduktus unheimlich gerne. Die Personen sind facettenhaft beschrieben, jeder findet sein Gehör. Und es hat mich ordentlich zum Nachdenken gebracht. Besser kann ein Buch für mich kaum sein.

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Lieblingsmensch ° BERÜHRT

Ein Mensch, der mein Leben in den letzten Wochen besonders berührt hat, ist ein Mann, den ich kaum kenne. Es war ein Familienberater, den ich aufgesucht habe auf meiner Suche nach Antworten auf einige schwierige Fragen. Eine Thematik hat uns in den letzten Wochen sehr beschäftigt, wir fühlten einen großen Druck, bestimmte Entscheidungen zu treffen, die wir so nicht treffen wollten, aus Gründen. Eine Lösung war aber nicht in Sicht. Dieser Mann, den ich kaum kenne, hat nicht nur zugehört, ohne zu werten oder ungefragt seine Meinung kundzutun. Er hat uns seine Hand gereicht, uns in unserem Bauchgefühl als Eltern bestärkt und uns einen Weg aufgezeigt, der für uns gangbar ist.Dieser Mann hat eine große Last von unseren Elternschultern genommen und uns nach vielen schweren Monaten endlich wieder etwas sehr Wertvolles zurück gegeben: unser Selbstvertrauen in uns als Mutter und als Vater. Und seine helfende Hand, für den Weg, der noch vor uns liegt.  

 

 

Für den November stehen mehrere Sankt Martins-Züge, einige Arzttermine, andere wichtige Termine sowie ein Treffen mit lieben Freunden im Kalender. Außerdem feiert meine Schwester Geburtstag und Examen gleichzeitig, langweilig wird uns also bestimmt nicht. Freut ihr auch auch schon so sehr auf die bald anbrechende Adventszeit? Skandinavischer Mama-, DIY- und Wohn-Blog    

 

Offenlegung ° Der Bericht über unsere Sylt-Reise basiert auf einer Einladung vom Apartmenthotel am Leuchtturm. Wir haben die Reise gewonnen, an unserer Begeisterung ändert das natürlich nichts. Wir sind unglaublich dankbar für so viel Gastfreundschaft, die uns entgegen gebracht wurde.


5 Gedanken zu “Ein fabulöser Freitag im Oktober plus ein Rezept für eine schnelle Rote-Beete-Soulfood-Suppe

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