Selbstfürsorge hört nicht im Bad auf, aber sie beginnt dort

°°° Dieser Beitrag enthält Werbung für Douglas  °°°

Auf keinen Fall werde ich schon im Oktober mit Weihnachtskram starten. Dieses Mantra beschwöre ich Jahr für Jahr immer wieder. Auf gar keinen Fall. Besondere Freuden gehören in besondere Zeiten. Keine Ausnahme!

Zum ersten Mal bröckelte dieser Vorsatz vor ein paar Tagen. Als ich mir hinter dem Fenster den ersten Herbststurm und vor dem besagten Fenster den fünften Streitsturm meiner drei Kinder anschaute und mich nach einer geruhsamen Pflegesession im Bad sehnte. Mit geschlossener Tür. Ich stellte meine Ohren auf Durchzug, zündete die erste weihnachtliche Duftkerze an, stöberte nach entspannenden Rituals-Produkten bei Douglas und bestellte den großen Adventskalender. Fühlte mich kurz schuldbewusst ob meines fehlenden Durchhaltevermögens, vor allem aber freute ich mich. Auf

eine Adventszeit mit täglichen kleinen Luxus-Momenten nur für mich.

Auf heiße Schaumbäder, pflegende Gesichtsmasken, reinigende Peelings und die unvergleichlich gut duftenden Kerzen. Diese Auszeiten werden das Sahnehäubchen sein auf dieser oft hektischen Zeit am Ende jeden Jahres, die ich so sehr liebe, weil sie sich für mich so warm und muckelig und so herrlich romantisch anfühlt. Ich stehe selbstbewusst dazu: für Kitsch bin ich empfänglich.

Für Selbstfürsorge aber auch. Und ja, ich gebe vielen meiner feministischen Kolleginnen recht: was Mütter wirklich brauchen um aus dem Hamsterrad aussteigen zu können, sind familienfreundlichere Strukturen in Politik und Gesellschaft. Das sehe ich absolut auch so. Wir können so viel optimieren und für uns selbst sorgen, wie wir wollen, in erster Linie wollen und müssen wir für unsere Kinder sorgen. Weil sie das noch nicht selber können. Die meisten Probleme mit Überforderung ergeben sich aus ebendiesen Strukturen. Die können wir weder mit einer in Ruhe genossenen Tasse Tee weginhalierten noch mit einem entspannenden Bad wegdampfen.

Aber ich mag Tee, ich mag heiße Bäder und ich mag Duftkerzen. Kleine Momente nur für mich, in denen ich kurz aus dem Hamsterrad aussteige und bewusst genieße, tun mir wahnsinnig gut.

Dieser Hauch von Luxus.

Und es schließt sich nicht aus – während ich Kolleginnen und Aktivistinnen mit Likes und Shares im Kampf gegen die politisch und gesellschaftlich bedingte Überlastung von Müttern unterstütze und Petitionen zeichne, lege ich mich mit Genuss und einer guten Gesichtsmaske in eine wohlig warme Badewanne.

Für mich hört der Kampf um ein entspannteres Leben als Mutter nicht im Bad auf, aber er beginnt dort.

Dieses Jahr gönne ich mir im großen Stil und werde den großen Rituals-Adventskalender von Douglas so richtig genießen. Gold glänzend mit großer roter Schleife steht er wie ein Versprechen vor mir. Ein Versprechen auf eine geruhsame Zeit mit vielen entschleunigten Momenten, in denen es nur um mich und mein eigenes Wohl geht. Mir selbst Zeit für Entspannung einräumen kann ich wirklich gut, das ist eine heimliche Superkraft von mir. Als Mutter entspannt zu sein fällt mir nicht schwer, ich habe ein Grundvertrauen in die Welt, und vor allem in meine Kinder. Und ich habe einen guten Radar für meine persönlichen Grenzen. Ich brauche ihn dringend, er ist mein zuverlässiger Lifesaver.

Mein Geheimnis? Ich lege die Latte nie höher als ich springen kann.

Krassen Stress halte ich mir streng vom Leib – soweit ich selber Einfluss darauf habe. Natürlich entstehen durch äußere Einflüsse, die nicht meiner Kontrolle obliegen, immer wieder stressvolle Situationen. Natürlich treiben mich drei Kinder regelmäßig auf die Palme weil ihre und meine eigenen Bedürfnisse aufeinanderclashen. Das passiert. Aber das ist okay. Was ich mir ganz bewusst nicht (mehr) antue: durch die Adventszeit hecheln auf der Suche nach den perfekten Geschenken, den perfekten selbstgebastelten Dekorationen, den perfekten vorweihnachtlichen Unternehmungen, den aufwändigsten Menüs und Keksen.

Und lasse die Erwartungen anderer dort wo sie hingehören: bei ihnen selbst. Ich bin nie überambitioniert gewesen in diesem Muttergame.

Für mich ist es kein Ausdruck von Liebe, Raubbau an meinem Körper und Geist zu betreiben in der Hoffnung, meinen Kindern dadurch die bestmögliche Kindheit zu schenken.

Was Kinder am meisten brauchen, ist eine gut ausgeruhte und voll aufgetankte Mutter. Eine, die nicht bei jeder Kleinigkeit hochgeht, weil sie immer nur an die anderen denkt und sich selbst völlig vergessen hat. Die nur noch genervt ist von jedem „Mama“ weil sie einfach mal fünf Minuten nicht für irgendwas oder irgendwen zuständig sein will.

Ich tanke gut auf beim Allein sein, in Ruhe nachdenken, meine Gedanken aufschreiben. Beim gute Bücher Lesen, in Gartenzeitschriften stöbern, Blumenbouquets arrangieren und dabei, kleine Kunstwerke aus Papier zu frickeln. Mein Seelentank füllt sich, wenn ich mir etwas Gutes zu essen oder zu trinken gönne, gerne in Gesellschaft meines Mannes oder meiner Freundinnen. Bei spannenden Gesprächen, ehrlichem Austausch über Gefühle und Herausforderungen, beim einsamen und gemeinsamen herumphilosophieren.

Ich mag es, diese guten Momente abzurunden mit einer Duftkerze. Oder einem Bad mit anschließendem Peeling. Je nachdem ob ich alleine oder in Gesellschaft bin, selbstredend.

Ein weiterer wichtiger Teil meiner Selbstfürsorge ist, meine Ohren zu verschließen für Hass, Missgunst und Lästereien.

Ich erwähne das in meinen Texten immer wieder, weil es mir wahnsinnig wichtig war und ist. Ich habe Grenzen gezogen, wo sie für mich nötig waren und begonnen, vom Guten im Menschen auszugehen. Mich von der Angst verabschiedet, nicht allen zu gefallen, nicht alle Erwartungen zu erfüllen. Und begonnen, mein Herz weit zu öffnen für die Menschen, die ich mag und die mich mögen.
Mir ins Hirn geklöppelt, dass ich auch mit Schwächen liebenswert bin, ich nicht perfekt sein muss, um glücklich sein zu dürfen. Dass ich Scheitern darf und trotzdem geliebt werde. Mir ein Netz gesponnen aus tollen Frauen, die sich nicht als Konkurrenz zu mir und anderen Frauen sehen, sondern die in einem Team mit mir, mit uns spielen möchten.

So falle ich immer weich, wenn ich stolpere und es ist immer eine Hand da, die mir aufhilft.

Die beste Selbstfürsorge? Tiefe wohlwollende Beziehungen, Zeit für mich allein, Dinge die mich glücklich machen, immer wieder mal das Gefühl verankern, das ich total okay bin, genauso wie ich bin. Und Schaumbäder! Mit Duftkerzen!

Offenlegung ° Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Douglas, deswegen ist er als Werbung gekennzeichnet. Meine Meinung ist jedoch wie immer meine eigene und von der Kooperation unbeeinflusst.

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