Bye, bye DIY! HAMMAmama verabschiedet sich (KEIN CLICKBAIT, kommt, ihr kennt mich)

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Huch, was ist denn da los? Bye bye DIY? Abschied? Wenn das am Ende doch wieder so ein doofer Clickbait-Titel ist…

Hallo, ihr Stammleser! Ich habe euch etwas mitzuteilen. Aber von vorne: ihr seid nicht viele, aber ihr seid da. Immer noch, auch wenn ich mich momentan familienbedingt sehr wenig hier sehen lasse und das freut mich sehr (nicht unbedingt das mit dem wenig sehen lassen, aber dass ihr immer noch da seid). Einige von euch begleiten mich seit meinen ersten Schreibversuchen von vor über zwei Jahren, melden sich immer wieder zu Wort, wir bleiben in losem Kontakt, Andere sind im Laufe der Zeit zu uns gestossen und lassen mich mal hier, mal dort ein klein wenig in ihr Leben linsen. Wie viele genau ihr seid, lässt sich aus den Statistiken dieses Blogs nicht erkennen, ich fahre hier nur das einfache Programm.

Was ich aber sehen kann, ist dass

70-80 Prozent der Besucher über Pinterest kommen und bei einigen wenigen DIYs und Einrichtungs-Posts landen.

Als logischen Schritt habe ich den Blog Anfang diesen Jahres klammheimlich optimiert auf DIY- und Wohnthemen, denn Ziel dieses kleinen Unternehmens war es bisher, mit guten Inhalten so viele Leser wie möglich zu gewinnen, um wirtschaftlich auf einen grünen Zweig zu kommen. Darüber habe ich hier immer offen kommuniziert. HAMMAmama wurde von mir nicht nur als Liebhaber-Projekt gegründet, sondern mit dem klaren Ziel, auf lange Sicht das bisherige Einkommen aus dem Projektmanagement-Job zumindest teilweise zu ersetzen und meinen Kindern eine warme Mahlzeit auf den Tisch stellen zu können.Und das geht, viele erfolgreiche Bloggerinnen aus dieser Nische beweisen es und auch hier wurden Anfragen für Zusammenarbeiten unterschiedlichster Form im Laufe der Zeit nicht weniger.

Aber die Fokussierung auf reine DIY- und Wohnthemen nagte an mir. Zu einigen Zeiten mehr, zu anderen weniger. Doch das Nagen war immer da. Versteht mich nicht falsch, ich liebe schöne Dinge, ich mag es, sie stilvoll zu arrangieren und es ist für mich ein tolles Gefühl, besondere Unikate mit meinen eigenen Händen herzustellen. Das hat sich nicht geändert und wird es wahrscheinlich auch nie.

Es macht mir auch eine Riesenfreude, zu sehen, wie zehntausende Menschen meine schönsten DIYs und Wohninspirationen anschauen, pinnen, mir Komplimente dafür da lassen und mir Nachrichten dazu schreiben, dass ich sie mit meinen Ideen inspiriert habe, auch mal etwas selber zu gestalten oder was Neues im Wohnzimmer auszuprobieren. Das ist wirklich toll und bringt interessante Kooperationspartner. Gute Sache.

Wäre da nicht das unterschwellige Gefühl, etwas anderes aus diesem Projekt machen zu wollen.

Es gibt viele fantastische Wohn- & DIY-Blogs, einige meiner Lieblinge habe ich euch hier verlinkt und ich möchte sie als Leserin nicht missen. Die Frauen, die diese Projekte mit Kreativität und Hingabe betreiben, werden von mir sehr bewundert. Sehr. Aber ich stelle zunehmend fest – das bin nicht ich. Also schon, aber mein Fokus auf diese Äusserlichkeiten schwindet, mittlerweile so sehr, dass ich mir darauf basierend nicht mehr meinen Lebensunterhalt sichern möchte. Und wenn ich von einer Sache nicht so richtig überzeugt bin, merkt man es sofort an der Qualität der abgelieferten Arbeit. In Sachen DIY und Wohnen fahre ich hier seit Längerem mit Handbremse.

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Fail fast, fail early and fail often

(Titel eines Artikels aus der Washington Post)

Ich denke, wenn wir darauf hinarbeiten, jemand zu sein, der wir nicht sind, werden wir früher oder später scheitern. Und genauso fühlt sich das Bloggen über Wohnen, dekorieren und selber machen mittlerweile für mich an: wie ein inneres Scheitern. Trotz sehr guter Pinterest-Performance meiner Inhalte, trotz guter Besucherzahlen hier, trotz Veröffentlichung meiner Ideen in Zeitschriften, trotz interessanter und bezahlter Kooperationsangebote. Also ziehe ich jetzt die Reissleine. Es ist okay für mich. Lieber früher als später – siehe Weisheit aus der Washington Post.

Ich habe mich getraut, hart gearbeitet, war überzeugt…und bin hingefallen. Das ist das Leben. 

Seit der Geburt der kleinen Erbse im Mai bin ich zu einer Pause gezwungen und hatte viel Zeit zum Nachdenken über diesen Blog, seine Inhalte und die Vision, die ich mal hatte. HAMMAmama heißt so, weil es ursprünglich mal darum gehen sollte, Frauen mit Kindern Mut zu machen, zu sich zu stehen, so wie sie sind. Als Mütter und als Frauen. Weil ich mich einige Zeit vor Gründung dieses Blogs selbst auf diesen steinigen Weg gemacht hatte und für jede Inspiration sehr dankbar war und das von Herzen gerne weitergeben wollte.

Eure Reaktionen und Empathiebekundungen auf meine Texte zu diesen Themen sind es, die mich berühren und spüren lassen, dass es das ist, was ich will. Mich öffnen, euch mein Herz vor die Füße zu legen und mich verbinden mit Frauen und Müttern, die ein ebenso offenes Herz haben wie ich.

Fail forward!

(siehe failforward.org, großartig!)

Seit einigen Jahren arbeite ich daran, auszusehen, mich zu verhalten und zu denken wie ich. Mein Ich-Sein zu umarmen. Kein einfaches Unterfangen, immer wieder stolpere ich, komme auch mal ab vom Weg, verliere mein Ziel wieder aus den Augen. Aber ich denke, ich bin doch nicht die einzige, der es so geht!? Darum gibt es diesen Blog.

Seid ihr dabei?

 

 

Pssst! Ich habe eine neue Idee und finde sie richtig, richtig gut. Sie ist weder massentauglich, noch verspricht sie viele Einnahmen. Aber sie nistet sich fröhlich und frei in Herz und Hirn ein, seit sie vor meinem inneren Auge aufgeploppt ist. Ich nehme mir jetzt Zeit, mich mit ihr bekannt zu machen, mich anzufreunden und alles gut zu durchdenken. Ob ich meinem Bauchgefühl dieses Mal folgen werde, weiß ich noch nicht ganz sicher. Aber ich bin optimistisch. Und hoffe, euch demnächst mehr davon erzählen und mit den Umbauarbeiten beginnen zu können. Aber derzeit gilt: Family First. Bis danndann!

 

Schreibst Du mir? Wie schön, ich freu mich!

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