Geschichten vom Wochenende & 5 Tricks, wie sich unser Wochenende länger anfühlt

Skandinavischer Mama-, DIY- und Wohn-Blog

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Meine Lieblingsgeschichte von diesem Wochenende ist die von der Stille, von dem gemütlichen Frühstück und von der Wanderung durch die  Wälder und Wiesen der Eifel. Der Mann und ich durften seit unserer Zürich-Reise im Mai nämlich wieder ein Wochenende nur zu zweit erleben und haben es in vollen Zügen genossen.

Wenn wir uns ab und an kurze Auszeiten nehmen, in denen wir unsere Akkus aufladen und unsere Paarbeziehung stärken können, tut das nicht nur uns selbst gut. Wir empfinden uns danach als bessere Eltern, als die beiden Menschen, die vor lauter Stress nur noch im Motzmodus mit ihren Kindern kommunizieren. Die Kinder lassen sich derweil von Oma und Opa von vorne bis hinten betüddeln und freuen sich sehr über die besonderen Tage neben dem Alltag, die es nur mit den Großeltern so gibt.

 

Eine weitere Geschichte, die ich euch erzählen möchte, ist die von der gefühlten Länge oder Kürze des Wochenendes. Kennt ihr das auch? Ihr schleppt euch durch eine fordernde Arbeitswoche und das Einzige, das euch motiviert, weiterzumachen, ist die Aussicht auf die freie Zeit am bevorstehenden Wochenende? Und dann ist es endlich da, aber etwas zu erledigen hat man immer, man rutscht so durch und kaum dass man sich versieht, klingelt wieder der Wecker viel zu früh am Montag Morgen?

Uns hat es sehr gestört, dass wir die freie Zeit oft nicht als solche wahrnehmen konnten und sie uns viel zu schnell zwischen den Fingern zerronnen ist. Also haben wir ein paar Dinge ausprobiert. Hier kommen unsere ersten drei Tricks, wie es uns gelingt, das kurze Wochenende gefühlt zu verlängern:

No. 1 ° Putzen? Muss sein. Aber nur unter der Woche. Ich bin groß geworden mit einer Mutter, die einen festen Tag in der Woche für den gesamten Hauputz hatte und habe bisher immer angenommen, das sei ein unumstößliches Gesetz. Welcher Tag das war? Der Samstag natürlich, denn an den Wochentagen musste sie arbeiten und uns Kinder bespaßen. Verständlich, aber so weit es nur geht, splitten wir uns die anfallenden Putzarbeiten auf die einzelnen Wochentage auf, so dass wir am Wochenende davon verschont bleiben. Wir haben auf diese Weise zwar nicht die vom Keller bis zum Dachboden glänzende Hütte auf einen Streich, aber dafür immer zumindest eine saubere Ecke irgendwo. Und das Wochenende frei.

No. 2 ° Immer dieser blöde Einkauf…lass ihn uns einfach Freitags erledigen. Auch das Thema Wochenend- bzw. Wocheneinkauf haben der Mann und ich jahrelang am Samstag erledigt und konnten immer erst am Nachmittag richtig ins Wochenende starten- wenn der halbe Tag schon gelaufen war. Diese lästige, aber unumgängliche Erledigung haben wir seit einiger Zeit auf den Freitag vorgezogen. Obwohl der Tag dadurch machmal ein wenig stressig wird, weil der Einkauf noch irgendwo dazwischen geschoben werden muss, lohnt es sich. Denn wir stehen jetzt Samstags gemütlich auf, lassen uns Zeit mit dem Frühstück und starten entspannt in unser Wochenende.

No. 3 ° Doing, Wochenende! Wir feiern das gebührend und läuten es mit einer kleinen Tradition ein. Das klingt zunächst wenig greifbar, oder? Was ich damit meine, ist ein zwangloser Ritus, den du beibehältst, um dir selbst zu signalisieren: ich mache jetzt einen Haken an die vergangene Woche, denn heute beginnt das Wochenende. Das muss nichts Großes sein! Bei uns ist es beispielsweise das Wunschessen am Freitag Abend, bei dem jedes Familienmitglied das essen kann, was es möchte. Unser Großer hatte mal die Idee dazu und wir finden es klasse. Für mich und den Mann gibt es Freitag Abends weder Yoga noch Laufen, sondern Netflix und das Sofa. So heißen wir das Wochenende hier willkommen und fahren runter.

 

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Auch dieses Mal haben wir bereits am Freitag und an den Tagen davor alles erledigt und können unbeschwert in unser Wochenende starten. Am Samstag stärken wir uns nach dem Aufstehen mit einem Rühreibrot und starten im Anschluss Richtung Eifel.

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Wir wählen eine Strecke, die wir bereits letztes Jahr gewandert sind, weil uns die sehr abwechslungsreichen Wald-, Wiesen- und fast heideähnlichen Etappen so gut gefallen haben.

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Ein großer Teil des Weges nennt sich Schöpfungspfad. Achtsamkeit und Demut vor Natur & Leben werden den Wanderern durch biblische und weltliche Zitate näher gebracht.

 

Wir genießen die Ruhe, die gute Luft und die wunderschönen Aussichten. Mal versinken wir in unseren eigenen Gedanken, mal quatschen wir über Gott und die Welt.

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Als wir am Abend ziemlich ausgepowert, aber glücklich zuhause ankommen, lege ich mich in die heiße Wanne, um die geplagten Muskeln zu entspannen. Der Mann hat von körperlicher Betätigung noch nicht genug und versucht derweil, Steinplatten mit der Säge in die Form zu zwingen, in der er sie für unsere neue Fahrradlaube braucht. Davon lasse ich mich aber nicht aus der Ruhe bringen und lese die neuste Nele Neuhaus.

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Ich kann ihn dann aber doch noch überreden, es für den Tag gut sein zu lassen und mit mir eine Runde Deep Stretch Yoga einzulegen um an unserem freien Sonntag Muskelverspannungen zu vermeiden.

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Danach taucht er in der Wanne ab, während ich uns eine Pizza mit rohem Schinken, Mozzarella und frischen Tomaten mache. Da es heute schnell gehen soll, ist der Teig aus dem Kühlregal, aber das Basilikum-Pesto mache ich selbst. Es lohnt sich. Wir schauen uns das Fussballspiel an, aber der Mann ist ob der bescheidenen Leistung der Mannschaft dermaßen angespannt, dass ich lieber die heutigen Fotos sichte und bearbeite und diese Zeilen hier tippe.

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Weitere Tricks, wie wir unser Wochenende verlängern

No. 4 ° Raus aus der Bude und etwas erleben. Klingt sehr simpel, ist aber umso effektiver. Natürlich gibt es diese Wochenenden, an denen man nur auf dem Sofa lümmeln möchte – und das ist auch okay so. Aber seien wir ehrlich, mit Kindern sind diese Wochenenden gar nicht mehr so sexy, wie es sich anfangs anhört. Denn den Kleinen ist es oftmals zu langweilig einen ganzen Tag nur abzuhängen und sie geraten schnell ins Maulen. Auch nicht schön. Das beste Mittel gegen Langeweile und schlechte Laune sind bei uns Unternehmungen, die uns aus dem Alltagstrott reißen. Bei denen wir gute Laune bekommen, obwohl wir vielleicht eigentlich schlecht druff sind. Und schon haben wir was aus dem Wochenende gemacht. As easy as it gets.

No. 5 ° Smartphone, Social Networks & Co? Nein Danke! So schön es manchmal sein mag, sich durch Instagram, Facebook und Co. zu scrollen oder ziellos durch das Netz zu surfen – diese Aktivitäten bleiben ein eiserner Zeitfresser. Sie nehmen unsere Aufmerksamkeit in Besitz und lenken uns ab vom hier und jetzt. Wenn wir das Smartphone und den Laptop am Wochenende einfach mal liegen lassen, verlieren wir nichts. Aber wir gewinnen wertvolle bewusste Stunden, um die freie Zeit mit unseren Lieben in vollen Zügen zu genießen. Das klingt nach einem guten Deal, finde ich.

 

Am Sonntag ist der Mann vor mir wach, lässt mich aber ausschlafen. Mit so viel Schlaf im Tank bin ich sogar schon im Bett für Fotoquatsch aufgelegt.

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Dann präsentiert der Mann das von ihm zubereitete Frühstück: Toastie mit wachsweichem Ei (ich schwöre, das kann nur er so perfekt) und meinem Pesto. Danach gönnen wir uns in aller Ruhe einen Kaffee auf der Terrasse, während ein schneller Zitronenkuchen im Ofen ist.

 

Ich beginne damit, mein Arbeitszimmer umzugestalten. Bald steht eine sehr schöne Kooperation ins Haus und ich mache mich an das visuelle Konzept.

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Wir überlegen, wie wir den freien Mittag nutzen möchten und entscheiden uns für eine Radtour durch die umliegende Gegend. Der Sohn schafft zwar schon größere Strecken, aber eine große zweistündige Rundfahrt noch nicht. Das ist DIE Gelegenheit. Also auf geht’s.

 

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Wieder zuhause arrangiere ich die Wildblumen und Gräser, die ich unterwegs gepflückt habe, zu einem Strauß. Einen guten Platz dafür weiß ich noch nicht, also fotografiere ich ihn auf den Flurfliesen – weil ich finde, dass es zusammen hübsch aussieht.

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Während der Mann uns ein schnelles Mittagessen macht, stelle ich schon mal den Zitronenkuchen auf den Tisch. Bald kommen die Schwiegereltern und dann sind endlich die Kinder wieder da. In den letzten Stunden vor unserem Wiedersehen bin ich immer schon ganz kribbelig.

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Nach einer kurzen Yogasession meinerseits und dem handwerklichen Training des Mannes beim Anbringen eines Sonnenschutzes, kommt zum Schluss die schönste Geschichte des gesamten Wochenendes. Die von den strahlenden Kinderaugen und selig grinsenden Eltern, die sich wieder in die Arme schließen, als die Kinder am Nachmittag nach ihrem Oma-und-Opa-Erlebnis-Wochenende hier eintreffen. So sehr der Mann und ich unsere Paarzeiten genießen, nix ist schöner als die beiden Blondies und ihr herrliches Lachen.

Wir spielen viel zusammen und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Die Kamera bleibt dabei aber im Schrank.

 

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Viele weitere Wochenenden findet ihr bei Susanne.

 

 

Du möchtest dir diese Inspiration für später merken? Bitteschön.

 

Ideen wie du dein entspanntes Wochenende verlängerst bevor es vorbei ist


4 Gedanken zu “Geschichten vom Wochenende & 5 Tricks, wie sich unser Wochenende länger anfühlt

  1. Mal schauen, ob ich mich disziplinieren kann, die Haus und Gartenarbeiten auf die Wochentage zu verschieben. Meist bin ich von der Arbeit so geschafft, dass ich wochentags nur das notwendigste wie Wäsche oder Spülmaschine erledige. Aber dann bleibt natürlich kaum freie Zeit am Wochenende, das hast du schon recht. Vielleicht finde ich einen Mittelweg. Danke für die Tipps :-) LG Kerstin (liwoba.blog)

    1. Liebe Kerstin,

      das ist manchmal wirklich nicht einfach, weil an den Wochentagen mehr anfällt. Uns ist es das wert, dafür dass 2 Tage so richtig frei. Probier es mal aus, vielleicht ist das ja gar nichts für dich/euch? Ich wünsche dir dass du einen für dich/euch passenden Weg findest!

      Ganz liebe Grüße!
      Barbara

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