Fabulöser Freitag ° Die März-Edition

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1. Der März war…

durchwachsen. Wenn jemals einer der siebenunddreißig Frühlingsanfänge in meinem Leben diese Beschreibung verdient hat, dann dieser. Na gut, an die ersten zwanzig oder so kann ich mich eigentlich gar nicht erinnern. Aber den Frühlingsbeginn 2018 werde ich bestimmt lange nicht vergessen – als einen, der nicht nur Schnee, Kälte, Regen und grauen Himmel gebracht hat. Nein, obendrauf spendierte er uns noch eine Dreijährige in der leicht beschönigend anklingenden „Autonomiephase – und damit es so richtig spaßig wird – katapultierte der Monat auch noch unseren sechsjährigen Erstklässler in die wortwitzig treffende „Wackelzahn-Pubertät.

 

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Wackeln die Zähne, wackelt die Seele“ heißt es in einschlägigen Magazinen, Portalen und Mama-Blogs, ich sage: wackeln ist leicht untertrieben. Hier jedenfalls wird seelisch gesehen eher das Zimmer in alle seine Einzelteile zerlegt als das nur der Stuhl leicht wackelt. Graue Wolken und graue Stimmung der Kinder sind keine allzu empfehlenswerte Mischung, da passen der weinende Himmel und meine Verzweiflungstränen irgendwie besser zueinander.

Um den Monat geistig halbwegs unbeschadet zu überstehen, lenkte sich Mama mit dem Pimpen des neuen Flurs, allerhand Ostervorbereitungen und dem Fit-machen von Garten und Terrasse für den Frühling ab (denn irgendwann muss er sich ja blicken lassen und dann hab ich ihn!), während die Kinder meckerten, sich über Gott und die Welt beschwerten, wüteten und tobten. Zwischendurch ließ sich nicht nur die Sonne mal kurz sehen, sondern auch die beiden kleinen Menschen, die mich fröhlich lachend in den Bauch kneifen und schelmisch mit einem Kuss auf mein Gesicht sagen: „Mama, du hast so einen schönen großen Kuschelbauch.“

Ich bin und bleibe Optimist und weiß ganz sicher: ich werde sie alle bald viel öfter wiedersehen – die Sonne und diese beiden entzückenden Personen. 

 

Übrigens, weitere Glückblicke findet ihr bei Fräulein Ordnung.

 

Wer bin ich und warum?

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Johanna von Pinkepank stellt sich im Laufe dieses Jahres 1000 Fragen an sich selbst und ich bin dabei. Sich selber besser kennenzulernen finde ich wichtig, da es uns helfen kann, uns besser zu verstehen und vielleicht ein wenig milder mit sich selbst zu sein. Heute eine Runde mit 5 ausgewählten Fragen des Monats:

 

Wie würde der Titel deiner Biographie lauten?

„Vielleicht geht es gar nicht um das Happy End. Vielleicht geht es mehr um die Geschichte.“

 

Würdest du gerne zum anderen Geschlecht gehören?

Für einen Tag wüsste ich schon gerne, wie es wohl ist, ein Mann zu sein. Wie man fühlt, wie man denkt, ob es nicht furchtbar nervt, ständig so ein baumelndes Ding zwischen den Beinen zu haben. Aber grundsätzlich liebe ich es sehr eine Frau zu sein.

 

Was würdest du gerne gut beherrschen?

Mich. Meine Gefühle. Aber nur an schlechten Tagen. Eigentlich mag ich es inzwischen, dass die Grenzen zwischen mir und meinen Gefühlen sehr fließend sind. Das macht mich aus.

 

Glaubst du, dass Geld glücklich macht?

Niemals. Genauso wie alle anderen Sachgüter nicht wahrhaft glücklich machen, sondern nur Impulse befriedigen. Ich befriedige gerne ab und an meine Impulse mit einem neuen Kleid oder einer hübschen Vase, aber das Einzige, das einen wirklich glücklich macht, ist man selber. Die Einstellung, die man zu sich, zu anderen Menschen und zu seinem Leben hat.

 

Wem gönnst du nur das Allerbeste?

Jedem, der mit offenem Herzen durch das Leben geht. Und allen anderen auch. Liebe ist stärker als Hass. Daran glaube ich fest.

 

Viele weitere Selbstfindungsversuche findet ihr wie gewohnt bei Johanna von Pinkepank

 

 

Ein Blick nach links, ein Blick nach Rechts

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In einem dermaßen Sauwetter- und Mieselaune-geplagten Monat habe ich versucht, mich in den wunderbaren Weiten des weltweiten Netzes abzulenken. Manchmal ist es einfach das Letze, das hilft. Dabei habe ich wieder viele spannende und schöne Entdeckungen gemacht, die ich unbedingt mit euch teilen möchte:

  1. Der Post Cocktail O’Clock auf fantasTisch gehört zu meinen absoluten Favoriten des Monats, weil er mit gleich drei Dingen aufwartet, die mir große Freude bereiten (und euch werden sie garantiert auch große Freude bereiten, klickt unbedingt rein!):
  • einer wunderhübschen Tischdeko
  • traumhaften Fotos
  • einem leckeren Rezept-Tipp

Übrigens findet einen ähnlichen Cocktail auch hier, sehr lecker ;-)

 

2. Das schönste und originellste DIY diesen Monat habe ich bei bildschoenes gefunden. Die mit Rohrgeflecht ummantelten Dosen von Julia sind wahrhaftig bildschön – da ist der Name Programm.

 

3. Pepper von Heimatbaum hat seit kurzem die wohl weltschönste Küche. Mit hellem Lichtgrau hat man mich ja eh, aber dieser ästhetisch-schlichte, auf wenige Farben und natürliche Materialien reduzierte Raum ist für mich ein Traum. Ich würde sofort in diese Küche ziehen, wenn Pepper mich ließe!

 

4. Kennt ihr Kiddo the Kid? Wenn ja: gut! Falls noch nicht: sofort hin da! Liz ist nach eigenen Angaben „nicht hauptberuflich Mutter, kommt sich aber manchmal so vor“. Wenn es euch wie ihr (und auch mir) ebenfalls so vorkommt, solltet ihr dringend bei ihr lesen. Übrigens schreibt Liz auf Schattentiere auch über ihr Ver-rückt-sein. Genauso gut und ehrlich wie über die Mutterschaft. Ihre Texte sind wahre Perlen in diesem großen weiten Netz. Auf M-i-MA erzählt sie gewohnt offen davon wie es sich anfühlt, Mutter zu sein und  sich neben der Spur zu fühlen. Sehr lesenswert! Bester Satz, den wohl alle Eltern, die halbwegs reflektiert sind, nachfühlen können:

»Als Eltern ist es unsere Aufgabe, unsere Kinder als Menschen anzunehmen. Wir müssen ihnen eigene Perspektiven zugestehen, eigene Temperamente, eigene Wünsche, Meinungen, Gefühle.  Dieses Aushalten des Fremden im Kind ist nicht leicht.«

 

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5. Ich liebe Eierlikör, er ist einfach lecker! Wer dabei klischeehaft nur an Oma Gerdas Kaffeekränzchen denkt und sich deswegen nicht rantraut, der verpasst was, echt jetzt! Entschuldigt sind nur die, die ihn schon mal probiert haben und tatsächlich nicht mögen. Was ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann ;-) Rebecca hat sich auf Sinnenrausch eine Variante dieses Osterklassikers überlegt, der ihn auch den Hipstern unter uns schmackhaft macht: Eierlikör mit Mango und Maracuja. Mmmmmh. Und die tollen Bilder erst…

 

6. Wenn ihr noch eine fixe Last-Minute-Idee für Ostern braucht, lege ich auch die DIY-Federeier von Heike ans Herz. Easy peasy und wunderhübsch. Überhaupt solltet ihr unbedingt bei Wieso eigentlich nicht vorbeihüpfen, wenn ihr stilsichere schlichte Interior- und DIY-Inspirationen sucht.

 

7. Die schönsten Ostereier dieses Jahr hat Sandra von Zwoste. Okay, okay, alles was Sandra mit ihren Zauberhänden anfasst, ist unvergleichlich schön. Aber mit meiner großen Vorliebe für Waldtiere gefallen mir ihre tierischen Eierköpfe ganz besonders gut. Wirklich ganz besonders.

 

8. Das Thema zum abschließenden Link ist kein Schönes, aber ein Wichtiges. Es geht um die Fiese Sau names Schulstress, wie Carolin ihren Post auf Seed & Story ziemlich treffend beschreibt. Worum es geht? In etwa darum:

Ich rede davon, dass pfiffige und clevere Kinder, die neugierig und voller Wissensdurst sind, die sich geistig wie körperlich bewegen wollen mit Migräne, Überforderung und chronischer Erschöpfung kämpfen müssen. Und das schon in einem Alter zwischen 6 und 10 Jahren! Wie kann so etwas sein? Habe ich mich in den letzten Jahren manchmal täglich gefragt.“

Ich habe den Text ohne Unterbrechung nickend gelesen. Denn obwohl unser kleiner Mann erst in die erste Klasse geht, hat sich meine Befürchtung – die ich schon vor seiner Einschulung leise hegte – bereits jetzt als wahr erwiesen. Dass nämlich ein besonderes Kind wie er mit seinen ihm ganz eigenen Bedürfnissen zu schnell unter die Räder gerät in unserem auf Effizienz getrimmten Schulsystem.

 

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Genauso wie Carolin und ihr Mann halten wir es in unserer Familie ebenfalls:

„Was wir jedoch vehement vertreten, ist das Prinzip, dass unser Zuhause unsere Burg, unser Nest ist. Anforderungen und Regeln, die die Schule stellt, gelten hier nicht. Das Leben und Bild, vor allem der Wert (!) der Kinder wird nicht von den Lehrern, Leistungen oder Hausaufgaben bestimmt. Und vor allem: die Schule ist nur ein Ort, kein Gesetz. Man kann Nein sagen.“

Danke liebe Carolin für diesen Text mit so viel Rückgrat. Wir alle können viel mehr davon gebrauchen.

 

Viele weitere Lieblinge findet ihr übrigens bei BerlinMitteMom.

 

 

Ein kleiner Ausblick

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Das war also mein März. Ziemlich durchwachsen und alles andere als leicht. Dabei sehne ich mich so nach Leichtigkeit. Nach mich kitzelnden Sonnenstrahlen, nach Spaziergängen an von grün knospenden Bäumen gesäumten Wegen, nach Lachen bis der Bauch wehtut. Ich glaube an den April, lustig soll er doch zumindest sein!?!?! Auf jeden Fall verheißt das kommende Osterfest und die bevorstehende Familien-Urlaubswoche eine schöne Zeit – soweit die derzeitigen Launen der Kinder uns das gestatten. Drückt mir mal die Daumen ;-

Wie war euer Start in den Frühling und was hat euch bewegt? Worauf freut ihr ihr im kommenden Monat? Schreibt mir sehr gerne, ich freue mich total darüber, mehr über euch zu erfahren und mich mit euch auszutauschen!

Auf bald, ihr Lieben!

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