Wie werde ich eine gelassenere Mutter? ° 6 Tipps gegen Stress und für ein entspannteres Leben

Mamablog, DIY-Blog und Foodblog

 

Aus dem Archiv (Aktualisiert und überarbeitet)

Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass die Tage in der Woche und das Leben im allgemeinen nur so an euch vorbeirauschen? Dass der Alltag so hektisch und straff durchorganisiert ist, dass euch kaum Zeit bleibt, mal stillzustehen, tief Luft zu holen und in euch hinein zu hören? Dass der Stress euch auffrisst, aber die To-Do-Liste ins Unermessliche wächst, wenn ihr nicht Vollgas gebt?

Mir ging es oft so und ich wollte unbedingt etwas daran ändern. Ich habe mir letztes Jahr  Strategien überlegt, wie ich im Alltag immer wieder mal einen Gang zurückschalten kann und die mir richtig gut tun. Ich habe angefangen, mir selber immer wieder vor Augen zu halten, dass ich bewusster auf meine Inseln der Ruhe mitten im Mamaalltag achten möchte und muss. Als Mama von einem Kindergartenkind und einem Schulkind, das nach dem ersten Schulhalbjahr immer noch schwer in den Schulalltag findet, ist das Leben an manchen Tagen schon schwer genug. Den Bedürfnissen von zwei  Kindern im unterschiedlichen Alter gerecht zu werden, viele Streits um Spielzeug, Hausaufgaben und Co. schlauchen ganz schön. Hinzu kommen die Herausforderungen meines Versuchs, mich als Selbstständige zu etablieren. Die einzige Geschwindigkeit, um Erfolg zu haben: Vollgas. Und ein Mann, der zwar seinen Traumjob macht und Abends als auch am Wochenende ein Bilderbuchpapa- und Ehemann ist, aber ansonsten einfach wenig zuhause ist.

Doch es gibt Methoden, mit Hilfe derer ich mir immer wieder kleine Inseln schaffe, in denen ich ruhen, mich auf den Moment konzentrieren, mich aus diesem Zirkus einfach mal rausziehen kann. Ich habe meine 6 persönlichen und einfachen, aber sehr wirkungsvollen Strategien zusammengeschrieben, mit denen ich im Alltag die Pausen-Taste drücke und mich ein wenig erde, um wieder voller Energie meinen Kindern und allen anderen „Stakeholdern“ und Aufgaben in meinem Leben gerecht werden zu können, ohne mich selber dabei zu verlieren.

 

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1. Ich gestehe mir einen möglichst gelassenen Start in den Tag zu 

Okay, direkt vorab: wenn eines der Kinder einen schlechten Tag hat oder gar beide oder auch noch die Mama einen schlechten Tag erwischt hat, dann kann ich den entspannten Start direkt mal in die Tonne kloppen. Ist zwar nicht schön, aber OKAY. Zunächst mal ist es am wichtigsten, mir selber keinen Druck zu machen. Dass jeder Tag entspannt starten MUSS zum Beispiel. Wir sind alle nur Menschen, sowohl ich, als auch meine Kinder. Und es ist nur menschlich und ganz natürlich, dass wir mal schlecht schlafen oder nicht so Bombe drauf sind. Das ist kein persönliches Versagen, das ist der Lauf der menschlichen Natur. Ich versuche, die Situation so anzunehmen, wie sie ist und dabei so gelassen wie möglich zu bleiben. Alles andere macht es eh nur noch schlimmer. Manchmal bin ich selber so schlecht drauf oder habe so mies geschlafen, dass mir das nicht gelingt. Dass die Nerven doch schon am frühen Morgen reißen, bevor der Tag überhaupt richtig losgegangen ist. Dann tue ich als erstes eins: ganz tief durchatmen. Kurz aus dem Raum gehen, ins Bad zum Beispiel und einmal in den Spiegel schauen. Mich wieder sammeln. Wenn ich es nicht geschafft habe, nicht zu schreien, entschuldige ich mich bei meinen Kindern dafür und – vergebe mir selber. So schwer das manchmal ist. Wenn die Kinder in Schule und Kindergarten sind, mache ich mir ganz in Ruhe einen Kaffee oder Tee und meine Haferflocken. Ich setze mich an den Laptop und fange an, zu arbeiten, aber ganz bewusst ohne Stress aufzubauen. Ich mache mir eine To-Do-Liste mit den wichtigsten Dingen für diesen Tag und priorisiere sie. Was ich schaffe, schaffe ich, was nicht, muss eben warten. So fangen meine Tage viel gelassener an. Nicht wegen der entspannten Umstände, die sind als selbstständige sogenannte Working-Mom eher eine Ausnahme. Aber mit der Einstellung, dass ich über den Dingen stehe und sie mich nicht kontrollieren oder in der Hand haben, gelingt der entspannte Start meistens ganz gut.

 

2. Digitaler Detox

Ich liebe das Internet, ihr auch? Ich bin leidenschaftlich gerne auf Blogs, in Instagram und in Pinterest unterwegs. Es gibt einfach so viele spannende Dinge, Menschen und Inspirationen zu entdecken im Netz. Das Smartphone ist immer zur Hand und die spannenden, aber auch zeitraubenden Inhalte nur einen Klick entfernt. Und manchmal übt das alles einen derartigen Sog auf mich aus, nichts verpassen zu wollen, dass selbst dann meine Gedanken darum kreisen, wenn ich gar nicht online bin. Das tut mir nicht gut. Wenn ich mich gar nicht mehr auf den Augenblick fokussiere, auf die Menschen um mich herum. Deswegen habe ich seit einiger Zeit feste Offline-Zeiten, an die ich mich strikt halte und mich nur auf das hier und jetzt konzentriere. Und siehe da, es tut gut.

  • ich nehme mir jeden Tag einige Zeit für meine Kinder, in der ich mich bewusst nur Ihnen zuwende. Ich konzentriere mich ganz auf sie und unser gemeinsames Spiel und das Smartphone wird während dieser Zeit zu keinem Zeitpunkt rausgeholt. Nicht um schnell die Mails zu checken, kurz ein Foto zu liken oder nur ganz kurz was zu pinnen. ES BLEIBT IN EINEM ANDEREN RAUM. Da wo ich es gar nicht im Blickfeld habe und gar nicht versucht bin, nur ganz kurz mal zu linsen.
  • beim gemeinsamen Essen bleibt das Smartphone ebenfalls weg. Ein gutes Essen in Gesellschaft der Menschen, die man liebt sollte meiner Meinung nach zelebriert werden, auch wenn es „nur“ Butterbrot gibt. Genuss, Lebensfreude und Kommunikation sollen unser gemeinsames Essen ausmachen. Einmal am Tag versammeln wir uns zu einem leckeren Mahl, quatschen über den Tag und unsere Gedanken und konzentrieren uns in aller Ruhe nur auf uns. Da hat das Smartphone nichts verloren.
  • seit einiger Zeit nehme ich das Smartphone auch konsequent nicht mehr mit ins Bett und lasse nach Möglichkeit auch schon eine Stunde vor dem Schlafengehen die Finger davon. So kommen Körper und Geist runter und ich kann viel besser schlafen. Und was ist der Gelassenheit zuträglicher als genügend Schlaf?
  • zu guter Letzt ist für mich das Smartphone in Gesellschaft ein No Go. Ich finde den Anblick von Menschen, die nebeneinander sitzen und ins Telefon starren sehr befremdlich und auch ein wenig traurig. So sehr ich die digitalen sozialen Kontakte mag, der analoge menschliche Austausch geht in meinen Augen IMMER vor.

 

3. Ich mache jeden Tag eine kurze relaxte Mittagspause

Egal, wie viel noch auf meiner To-Do-Liste steht, wie viel ich noch schreiben, fotografieren oder bearbeiten muss, ich mache konsequent jeden Tag wenigstens eine kurze Mittagspause. Mache dem Schulkind und mir ein schnelles gesundes Mittagessen und genieße die ruhigen Minuten beim gemeinsamen Essen und quatschen – ohne an die Arbeit, die dreckige Küche oder den nächsten Einkauf zu denken.

 

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4. Ich gönne mir Zeit nur für mich

Ich weiß, ich weiß, als Working Mom hat man praktisch nie das Gefühl, ein wenig Zeit für sich selber übrig zu haben. Aber Zeit hat man nie, man muss sie sich nehmen. Ich achte sehr darauf, mir aktiv Zeiten rauszunehmen, für die Dinge, die mir gut tun. Für die abendliche Yogarunde oder ein Bad mit einem guten Buch, was mich entspannt und runterbringt. Der Haushalt rennt nicht weg und der Mann bekommt die Kids auch prima allein ins Bett.

 

5. Ich gehe in die Natur und bewege mich

Ich weiß, nicht jeder ist so ein Naturliebhaber wie ich. Aber die Natur ist etwas essentiell Menschliches und ich kenne keinen, der nach einem Spaziergang durch einen sonnendurchfluteten Wald, ein blühendes Feld oder einem Blick auf das wogende Meer hinterher unglücklich gewesen wäre. In der Natur zu sein erdet mich im wahrsten Sinne des Wortes. Das klingt jetzt esoterischer als es eigentlich ist. Die Natur ist unser ursprünglicher Lebensraum und wir sind im Inneren tief mit ihr verbunden. Ich mag dieses befreiende Gefühl sehr, wenn ich draußen im Grünen bin und richtig durchatmen kann. So oft es nur geht, mache ich einen Spaziergang durch die Felder oder den Wald. Das kann man an guten Tagen auch mit den Kindern machen. In Verbindung mit Bewegung kann ich aufgestaute Energie loswerden und mich selber wieder besser spüren. Das tut mir unheimlich gut.

 

6. Ich gönne mir ab und an ein unverplantes Wochenende

Die meisten Wochenenden sind mit Besuchen, Ausflügen, Festen oder ähnlichem verplant. Diese Unternehmungen machen uns in der Regel Spaß, verursachen aber leider auch Stress. Ab und zu planen wir bewusst ein „leeres“ Wochenende ein, an dem wir NICHTS vorhaben. Wir lassen uns durch den Tag treiben, machen alles in Ruhe ohne jeglichen Zeitdruck und genießen das gemeinsame Sein. Manchmal gönnen der Mann und ich uns auch ein Paarwochenende ohne jegliche Pläne. Dann machen wir einen „Koala-Tag“, an dem wir das Bett nicht verlassen, einen Serienmarathon starten und im Bett Racletten. Oder wir fahren einen ganzen Tag zum Wandern oder an den Rheinstrand ohne zu wissen, wo uns der Tag hintreiben wird. Diese unverplanten Wochenenden sind unheimlich geruhsam und wir können richtig auftanken für den Alltag zwischen zwei Jobs und zwei Kids.

 

Wie haltet ihr es mit dem entschleunigten Leben? Geht ihr es gerne ab und zu etwas ruhiger an oder wünscht ihr euch mehr Zeit für Muße?

So oder so, lasst uns immer dran denken: wir sind nicht perfekt. Aber wir sind trotzdem HAMMA.

Eure Barbara

 

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Wie werde ich eine gelassenere Mutter

 

Dieser Beitrag ist verlinkt mit Mamas rocken von Stadtmama und Tell a Story von Frühstück bei Emma

 


4 Gedanken zu “Wie werde ich eine gelassenere Mutter? ° 6 Tipps gegen Stress und für ein entspannteres Leben

    1. Liebe Vanessa, lieben Dank.

      Es ist nicht immer einfach und oftmals klappen die Dinge nicht so, wie wir sie uns vornehmen. Aber lass uns nicht aufgeben und dran bleiben, immer etwas nur für uns zu tun. Und wenn es nur Kleinigkeiten sind.
      Liebe Grüße und auf bald, Barbara

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