Stulle belegt im Asia-Style ° Rezept für ein etwas anderes Abend-Brot ° Und ein paar Gedanken zu Diäten

Belegte Stulle im Thai-Style: Rezept für ein etwas anderes Abend-Brot

 

Hey ihr Lieben,

in der kulinarisch ausschweifenden Advents- und Weihnachtszeit haben wir es uns, wie es im Hause HAMMA Gesetz ist, so richtig gut gehen lassen. So richtig meine ich. Mit mehrfachen Raclette- und Käsefonduegelagen, Gänsen, Knödeln, Gulasch, Rouladen, einem sich biegenden Heiligabendbuffet, viel rotem Wein. Ständiger Begleiter, quasi so nebenbei: diverse Kuchen, Kekse, Plätzchen und Pralinen, die verteilt über den Tag immer wieder in meinen Mund wanderten. So genussvoll und köstlich das auch war, ich habe jetzt genug davon. Mein Körper verlangt nach Gemüse, nach Grün, nach leichter Kost. Seit dem Anbruch des neuen Jahres tasten wir uns vor in Punkto zuckerfreie Ernährung, weil wir uns fitter und besser gewappnet für den Familienalltag fühlen möchten. Nicht so Diät-mäßig, denn davon halte ich nach der gefühlt hundertsten, die ich vor einem Jahr oder so abgeschlossen habe, gar nichts mehr. Wir haben früher vieles versucht: Low Carb, Low Fat oder beides zusammen. Gebracht hat es uns immer nur Eins: eine quälende Zeit des Verzichts im Zeichen der Selbstgeißelung mit einem zunächst relativ schnellen Gewichtsverlust, nur um nach der Umkehr zu unseren normalen Essgewohnheiten wieder im Eiltempo auf Waage und Hüften zurückzukehren. Das kann einfach nicht Sinn der Sache sein.

Wir möchten uns gesund ernähren, aber unbedingt auch genussvoll. Das Essen soll unserem Körper Gutes tun und Spaß machen. Ich halte jetzt keine flammende Rede zu Sinn und Unsinn von Diäten, dass muss und sollte jeder für sich selber wissen. Ich für meinen Teil halte sie weder für gesund noch für hilfreich. Das mystifizierte Wunschgewicht habe ich mittlerweile komplett aus meinem Wortschatz gestrichen und meine Waage konsequent seit fast einem Jahr nicht mehr betreten. Seitdem fühle ich mich befreit und einfach nur gut. Eine Zahl auf der Waage hat für mich nichts, aber auch wirklich rein gar nichts mit Wohlbefinden zu tun.Ich möchte mich einfach wohl fühlen in meiner Haut. Ich möchte in meine Lieblingsklamotten passen und nicht aus der Puste kommen, wenn ich die beiden Treppen in unser Dachgeschosszimmer hinter mir habe, nicht irgendeinem ominösen Schlankheitsideal entsprechen. Ich war schon immer ein „großes“ Mädchen, das ist normal für mich. Ich möchte weder zwingend Gewicht verlieren noch unbedingt schlanker werden. Sondern einfach fitter, definierter, stärker.

„Du kannst der süßeste Pfirsich am Baum sein, es wird immer jemanden geben, der Pfirsiche einfach nicht mag.“ – Dita von Teese

Nach einer langen Suche nach mir selber und meinem eigenen Begriff von Schönheit habe ich den Wunsch nach dem Schönheitsideal aus der Magermodel-Photoshop-Sphäre weit hinter mir gelassen – und meinen Schlüssel zum Glück gefunden. Meine Kinder finden mich schön, mein Mann findet mich wunderschön, ich selber finde mich schön. Was anderes kann und will ich nicht anstreben, was sollte in Punkto äußerer und innerer Schönheit auch mehr wert sein??? Für die wichtigsten Menschen in meinem Leben bin ich dieser saftige Pfirsich, warum sollte ich versuchen, andere Menschen davon zu überzeugen?

Aber gesund und fit, das möchte ich nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder sein. Also verzichten wir jetzt auf das einzig wirklich schlechte oder „böse“ Lebensmittel, dass wir in der westlichen Gesellschaft inzwischen alle in Massen und viel zu oft unbewusst zu uns nehmen: raffinierten Zucker und andere Ersatzzuckerarten. Das heißt weißen oder braunen Zucker oder Honig und alle Zuckerersatzstoffe. Die übrigens reichlich in fast allen industriell verarbeiteten Lebensmittel stecken. Also kochen wir jetzt ausschließlich selber. Das haben wir vor der Geburt der Kinder bereits getan, als wir noch viel Zeit dazu hatten. Absurderweise haben wir damit nach und nach aufgehört seit die Kinder da sind. Es geht halt einfach schnell, ist sehr bequem und mal ehrlich – durch den hohen Zuckergehalt der verarbeiteten Lebensmittel schmeckt es den Kindern fast immer. Nun befinden wir uns im Selbstversuch und es läuft gut. Wir wollen diese Ernährung als feste Routine etablieren und nach den ersten 40 Tagen auch auf jeden Fall mal 5 grade sein lassen können. Eine Sünde von Zeit zu Zeit gehört für uns einfach dazu. Wir sind nicht perfekt und wollen uns auch in Punkto Ernährung nicht damit geißeln, dass wir das sein müssten. Wir wollen uns nicht total verbiegen und ein Dogma aus unserer Einstellung zum Zucker machen. Es wird ganz bestimmt zuckerhaltigen Kuchen geben zu Geburtstagen oder ab und an am Wochenende, Plätzchen im Advent, auch mal zuckerhaltiges Eis im Sommer. Aber es wird hier nicht mehr jeden Abend Süßkram auf dem Sofa geben oder drei Mal die Woche ein Fertiggericht. Wir haben uns jetzt soweit organisiert, dass wir drei Gerichte in großen Mengen kochen und die ganze Woche (an den 5 Werktagen) über davon genießen. Das ist für uns gut machbar und relativ entspannt, so dass die Weichen gestellt sind, es auch in Zukunft schaffen zu können.

Vor allem die Aussicht auf den großen Genuss, den die selber gekochten frischen Speisen uns bereiten, ist dabei sehr hilfreich. Es macht so viel Spaß, wieder alles selber zu kochen, wir merken jetzt erst wie sehr es uns gefehlt hat und wieviel Gutes wir damit unserem Körper und Geist tun. Zwischendrin machen wir uns eine schnelle Kleinigkeit, die nicht auf Vorrat zubereitet wird, wie diese leckere Stulle im Asia-Style. Belegtes Brot schmeckt doch irgendwie immer lecker, oder? Unsere Version ist verfeinert mit einer Wasabi-Creme, Hähnchenbrust, Gurke und frischen Kräutern. Unkompliziert, gesund und vor allem LECKER.

 

Belegte Stulle im Thai-Style: Rezept für ein etwas anderes Abend-Brot

Belegte Stulle im Thai-Style: Rezept für ein etwas anderes Abend-Brot

Belegte Stulle im Thai-Style: Rezept für ein etwas anderes Abend-Brot

Belegte Stulle im Thai-Style: Rezept für ein etwas anderes Abend-Brot

 

Rezept für eine schnelle belegte Stulle im Asia-Style

Das benötigst du für 1 Person:

  • ein schönes Stück von einem Wurzelbrot-Baguette (wenn du auf zuckerfrei Wert legst, achte auf die Angaben oder frag deinen Bäcker, oft ist in Brot Zuckerrübensirup oder andere Süßungsstoffe enthalten)
  • 2-3 EL Saure Sahne (ist übrigens nicht so fetthaltig wie Creme Fraiche & Co.)
  • etwas Wasabipaste
  • Saft einer viertel Limette
  • eine Hähnchenbrust
  • eine Minigurke
  • eine halbe Handvoll Basilikum und Minze, gehackt

 

Belegte Stulle im Thai-Style: Rezept für ein etwas anderes Abend-Brot

 

So geht’s:

  1. Schneide das Stück Wurzelbrotbaguette in 2 Scheiben
  2. Mische die Saure Sahne mit der Wasabipaste. Taste dich bei der Menge des Wasabi am Besten langsam nach deinem individuellen Schärfeempfinden vor. Gib nichts mehr hinzu, wenn dir die Schärfe reicht. Rühre im Anschluss den Limettensaft unter und bestreiche die Baguettehälften damit
  3. brate die Hähnchenbrust in einer Pfanne und ein wenig Olivenöl gar, schneide sie in dünner Scheiben und verteile sie auf den Stullen. Salzen und pfeffern.
  4. Schneide die Minigurke in Scheiben und verteile sie mit den Kräutern oben auf der Stulle. Bon Appetit!

 

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Belegte Stulle im Thai-Style: Rezept für ein etwas anderes Abend-Brot

 

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