„Stirbst du auch, Mama?“ ° Wie erkläre ich meinen Kindern den Tod? ° Mit Buch-Gewinnspiel

Stirbst du auch, Mama? Wie erkläre ich meinen Kindern den Tod? - Mamablog, DIY-Blog und Foodblog

 

Das Leben ist schön. Es ist voller Liebe, Lachen und glücklicher Momente. Doch jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten, so auch das Leben. Denn im Leben gibt es auch Wut, Schmerz, Trauer. Über Dinge, die wir verloren haben oder die uns weggenommen wurden, Dinge die wir als ungerecht empfinden, gegen die wir aber nichts tun können und uns in Folge dessen machtlos fühlen. Eines dieser Dinge ist der Tod. Er gehört zum Leben wie das Ying zum Yang. Ist das Leben die eine Seite der Medaille, so ist der Tod die andere. Wenn wir geboren werden, ist unser Leben ein unbeschriebenes Blatt. Niemand weiß, wie es verlaufen wird, wo es uns hin verschlägt, was wir erleben und erleiden, welche Art Mensch wir werden. Aber eines ist bei jedem Menschen, der diese Welt betritt, vom ersten Moment an gewiss: er wird sterben. Manche von uns früher, viele erst später. Was der Tod jedoch immer mit sich bringt, ist besagter Schmerz, Trauer und Wut. Es ist egal, zu welchem Zeitpunkt wir einen Menschen verlieren, es ist immer zu früh und es tut immer weh.

 

Wenn man das Leben liebt, ist der Gedanke an den Tod nahezu unerträglich

Kinder bekommen schnell auch Wind davon, dass manche Menschen gehen und nicht mehr wiederkommen. Sie fangen an Fragen zu stellen, die uns als Eltern mit unseren eigenen Fragen und Ängsten konfrontieren. Wenn man das Leben liebt, ist der Gedanke an den Tod nahezu unerträglich. Weil wir das Leben nicht verlassen wollen und weil wir Angst davor haben, was wohl danach kommt. Es fühlt sich an wie ein dunkles mulmiges Etwas, was wir mit dem Tod verbinden und meistens ganz tief drinnen in uns vergraben, wenn wir an ihn denken. Wie sollen wir das dann unseren Kindern erklären? Wie sollen wir ihnen erklären, dass jeder Mensch sterben wird, auch Oma und Opa, auch Mama und Papa? Sogar sie selber, eines fernen Tages, hoffentlich.

 

In der Beziehung zu unseren Kindern wollen wir offen und ehrlich sein, sie andererseits aber auch beschützen

Unser Sohn hat uns mit etwa drei Jahren unendlich viele Fragen zum Thema Tod gestellt und damals war ich ehrlich gesagt ein wenig überfordert. Weil ich unsicher war, was ich sagen sollte und was lieber noch nicht. Grundsätzlich finde ich, dass der beste Weg in der Beziehung zu unseren Kindern Offenheit und Ehrlichkeit ist. Andererseits möchte man die Kinder auch nicht vor vollendete Tatsachen stellen, die sie ängstigen und verstören könnten, sondern ihnen gleichzeitig auch etwas Tröstendes mit an die Hand geben, oder?

 

Wie können wir also unseren Kindern den Tod erklären?

Der Schlüssel liegt wohl irgendwo zwischen Ehrlichkeit und Behutsamkeit. Ich denke, wir sollten unseren Kindern offen sagen, dass Menschen in diese Welt kommen, sie aber auch wieder verlassen müssen. Wir müssen meiner Meinung nach auch die bittere Pille schlucken und ihnen ehrlich sagen, dass auch wir, ihre Eltern irgendwann mal sterben werden, sollten sie uns danach fragen. Ein Trost kann es sein, wenn man seinem Kind versichert, dass es aber wahrscheinlich erst passiert, wenn wir sehr alt sind und sie selber bereits Erwachsen sind und eine eigene Familie haben. Das hat zumindest meinen Sohn sehr beruhigt. Je älter er wird, desto mehr tasten wir uns an das Thema heran. Mittlerweile weiß er, dass auch Eltern oder sogar Kinder von heute auf morgen sterben können, weil es böse Krankheiten gibt oder einfach nur blöde Unfälle. Auf die Frage hin, was nach dem Tod passiert, habe ich tatsächlich immer vom Himmel gesprochen, als einem Ort, an dem es uns geht und von wo aus wir die Menschen, die wir lieben, immer im Auge haben. Ich erzähle das nicht, weil ich besonders gläubig bin, sondern weil ich es wichtig finde, meinen Kindern die Angst vor dem Ungewissen zu nehmen. Natürlich könnte ich ihnen knallhart sagen, dass auch die Erwachsenen nicht wissen, was nach dem Tod passiert. Aber ich persönlich finde, diese Art Unsicherheit und Angst muss man einem kleinen sensiblen Kinderherz noch nicht zumuten.

 

Ein persönlicher Buchtipp

Ich habe vor Kurzem mit meinen Kindern ein schönes Buch zum Thema Tod gelesen, das mir und und ihnen sehr gut gefallen hat.  In Nasse Nasenspitzen-Küsse von Theresa Maria Zeitz fragt die kleine Louise ihre Tante danach, was nach dem Tod passiert. Das, was die Tante dem Mädchen darauf hin erklärt, ist sehr schön und sehr ehrlich zugleich: „Jeder Mensch hat eine Seele, die in unserem Körper wohnt. Die Seele sind wir selbst! Sie lässt uns fühlen. Traurigkeit und Glück. Und natürlich die Liebe. Sie ist das Wichtigste, was wir haben und ein riesengroßer Schatz. Wenn wir sterben, dann stirbt nur unser Körper. Unsere Seele lebt weiter, nur eben in einer anderen Welt. Niemand weiß, wo diese andere Welt ist, denn das ist das allergrößte Geheimnis der Erde.“ Ich finde das so gut und behutsam erklärt, dass auch wir jetzt von der Seele und dem geheimnisvollen Ort sprechen wenn es um den Tod geht. Und meine Kinder mögen diese Vorstellung sehr.

Auch wenn es ein sehr schwieriges und sehr emotionales Thema für jeden von uns ist, der Tod gehört zum Leben. Das sollten auch unsere Kinder wissen.

Deine Barbara

 

Gewinnspiel

Wenn dir die Erklärung der Tante auch gut gefällt und du neugierig auf den Rest dieses empfehlenswerten Buches bist, dann nimm doch am Gewinnspiel teil:

Gewinne 3x jeweils ein Exemplar des Buches „Nasse Nasenspitze-Küsse“ von Theresa Maria Zeitz aus dem Verlag Deutsche Literaturgesellschaft

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Was du tun musst?

  1. schreibe hier einen Kommentar dass du am Gewinnspiel teilnehmen möchtest
  2. wenn du HAMMAmama auf Facebook folgst und dort einen Kommentar unter dem Gewinnspielbeitrag hinterlässt (mit Hinweis dass du gewinnen möchtest), bekommst du ein zusätzliches Los
  3. ein weiteres zusätzliches Los wird vergeben, wenn du HAMMAmama auf Instagram folgst und dort ebenfalls unter dem Gewinnspielbeitrag kommentierst (mit Hinweis dass du gewinnen möchtest)

Teilnehmen können alle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
Sei einverstanden, dass ich eure Adresse im Falle des Gewinns erfrage und an die Deutsche Literaturgesellschaft zwecks Versand weiterleite. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden. Das Gewinnspiel startet jetzt und endet am Freitag, den 10.11.17 um 23.59 Uhr

Ich drücke dir die Daumen!

 

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49 Gedanken zu “„Stirbst du auch, Mama?“ ° Wie erkläre ich meinen Kindern den Tod? ° Mit Buch-Gewinnspiel

  1. Hallo, vielen Dank für den sehr schönen Beitrag. Ich finde ihn unglaublich hilfreich.

    Am Gewinnspiel nehme ich gerne Teil. Facebook und Instagram habe ich leider nicht, aber habe es bei Pinterest gepint und geteilt.

    LG Nina

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo , sehr schön was du geschrieben hast. Und ein sehr schwieriges Thema. Und um so erstaunlicher was Kinder alles in ihrem umfällt mitbekommen. Selbst wenn es sie selber betrifft. Ich musste meinem Sohn es auch erklären, aber ich musste ihm die Angst nehmen das seine zeit noch nicht gekommen ist, selbst wenn ich noch nicht weiß was weiter auf uns zukommen wird , sollte er die Momente genissen und nicht soweit denken , weil er selber Krebs hat.
    LG von der Mama mit dem kleinen superhelden

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  3. Bei uns steht das Thema wohl leider bald an, weil es der Uroma sehr schlecht geht und ich quasi gezwungen werde, meinem Dreijährigen zu erklären, wo die liebe Oma wohl bald hin gegangen ist. Es ist natürlich ein Segen, dass sie sich noch kennenlernen durften, aber gut mit der anstehenden Trauer umzugehen wird meine große Herausforderung. Das Buch wäre sicherlich hilfreich. Danke für den schönen Text.

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  4. Was für ein schwieriges Thema. Kam bei uns letztens auch auf, als meine Große (3) meine Mama nach ihrer Mama gefragt hat. Ich war auch echt überfordert, da sie ein extrem sensibles, ängstliches Kind ist. Die Erklärung der Tante finde ich sehr gut. Ich glaube, mit der könnte sie sehr gut leben

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  5. Du hast es super geschrieben, ich bin auch immer ratlos wie ich meinem Sohn das Sterben und den Tod „richtig“ erklären soll.
    Ich würde gerne am Gewinnspiel teilnehmen 🙂
    LG Denise

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  6. sehr schön geschrieben… das erste Mal überhaupt, dass ich dich lese…
    das Thema Tod ist bei uns in diesem Jahr sehr nah gewesen… meinem Mann fiel es schwer, unseren 6 Kindern zu erklären, was da mit der Mama passiert… ob sie wieder kommt… unser Italienurlaub endete für mich auf der Intensivstation in Italien und sie fuhren ohne mich nach Hause…
    gerne würde ich das Buch zusammen mit meinen Mäusen lesen und das Thema aufarbeiten…

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  7. Ich versuche auch mal mein Glück und würde gerne mit in den Lostopf springen.. Sollte ich das Buch nicht gewinnen, werden wir es uns kaufen. Das hört sich wirklich sehr gut an und es ist so ein wichtiges Thema

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  8. Wenn der Himmel sich stellenweise rot färbt, wurde mir schon als Kind erzählt, die Engel backen Kuchen. Und auch heute freut sich meine kleine Tochter jedesmal darüber, daß Oma und Opa dann im Himmel Kuchen backen. Für uns einfach eine tröstliche Vorstellung. Ich würde mich sehr freuen diese Buch lesen zu dürfen.

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  9. Schöner Beitrag, da musste ich direkt an meine Nichte denken. Letztes Jahr kurz vor Weihnachten ist der beste Freund ihres Vaters völlig überraschend gestorben. Das ganze drumrum hat sie damals sehr intensiv mitbekommen und alles ist noch immer hin und wieder Thema bei ihr. Von daher würde ich mich sehr über das Buch freuen, das wäre wirklich ein passendes Geschenk!

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  10. Wer schon einmal einen lieben Menschen verabschiedet hat, wird beim Anblick sofort gespürt haben, dass der Tote gar nicht mehr der ist, den wir kannten. Ohne die Seele fehlt eigentlich alles, was den Menschen ausgemacht hat. Bei uns steht schon “ Der Baum der Erinnerungen“ im Regal. Eine wunderbares trostspendendes Buch zu diesem Thema. Gern würde ich ein Buch mein eigen nennen, dass mir wunderbare Bilder in mein Herz und meinen Kopf zaubert, wo die Seelen der lieben gestorbenen Menschen nun sind und was sie tun.
    Liebe Grüße
    Julia

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  11. Oh wow! Ein toller Test und die Beschreibung aus dem Buch ist einfach toll! Ich überlege auch immer wieder wie ich mit meiner Maus über den Tod reden soll Gerade wenn wir meiner Mama, die sie leider nie kennengelernt hat, Blumen zum Friedhof bringen.
    Da ist das Buch sicher holfreich!
    Liebe Grüße Sabrina

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  12. Danke für diesen schönen, einfühlsamen Beitrag. Auch ich handhabe diese Fragen ähnlich wie du. Für mich gibt es den Himmel und unsere Verstorbenen lachen von dort oben auf uns herunter.
    Ein sehr toller Filmtipp zum Umgang mit Krankheit und Tod, aber auch Hoffnung ist der Film „Himmelskinder“.

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