„Be a voice, not an echo“ ° Im Namen der Freiheit oder Warum ich als Mama für meine Kinder wählen gehe

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„Die Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann gestatten kann“

Ich liebe Dekoration. Ich liebe DIYs. Ich liebe gutes Essen.

Ich kann mir mein Leben ohne all diese schönen Dinge nicht vorstellen. Sie mögen leichte Kost sein, sie mögen für andere Menschen meinetwegen auch ohne Tiefgang scheinen. Doch für mich bedeuten diese Dinge sehr viel. Die Welt um mich herum mit meiner Kreativität schön zu gestalten ist mir ein tiefes Bedürfnis und beseelt mich nach getanem Werk mit tiefster Zufriedenheit, Wohlbehagen und… Glück. Das kreative Streben nach Ästhetik, das bin einfach ICH.

Ich bin heilfroh, dass ich in einem Land lebe, in dem ich ich selbst sein darf. In einem Land, in dem sich jeder von uns frei entfalten kann. Das ist sehr viel wert und es ist nicht selbstverständlich, wenn man den Blick auch nur ein klein wenig schweifen lässt über die Grenzen unseres Landes hinaus. Demokratie ist nicht nur ein leerer politischer Begriff. Unsere Demokratie und pluralistische Gesellschaft sind der Grund, warum wir hier so frei und ungehindert leben können.

 

„Freiheit ohne Gerechtigkeit ist Willkür“

Ich glaube ich fest daran, dass man etwas bewegen kann, wenn man dafür kämpft. Und auch wenn wir hier in großem Wohlstand in einer sehr privilegierten Situation leben, so gibt es aus Familiensicht noch sehr viel zu tun.

Vielleicht nicht mehr für uns, aber für die kommenden Generationen. Ich selber habe einen Sohn und eine Tochter. Noch sind sie klein und befinden sich in der unsichtbaren Blase unserer elterlichen Liebe und Fürsorge. Aber sie werden erwachsen werden, aus meinem Sohn wird ein Mann und aus meiner Tochter eine Frau werden und sie werden beide Bürger dieses Landes sein. Für meinen Sohn, den Mann, wünsche ich mir, dass er eines Tages, wenn er Kinder bekommen möchte, auch der Vater sein kann, der er sein will. Dass er wegen politisch gemachter Strukturen nicht dazu verdammt sein wird, seine familiäre Rolle größtenteils auf die des Ernährers und Versorgers beschränken zu müssen. Dass er sich um seine Kinder kümmern kann, solange und so viel er möchte und dass die Politik ihn und seine Weggefährten dabei unterstützt, statt ihm Hand in Hand mit der Wirtschaft Steine in den Weg zu legen. Ich wünsche mir für meinen Sohn, dass er arbeiten, seine Familie ernähren, sie aber auch mit Liebe und seiner ungeteilten Zeit versorgen kann.

Ich wünsche mir für meine Tochter, dass sie ihre Familie mit Liebe und viel von Ihrer Zeit versorgen, dass sie aber auch arbeiten und ihre Familie ernähren kann. Diese Frau soll nicht zurückstecken müssen in ihrem Beruf, den sie hoffentlich lieben wird, weil sie sich aus Liebe für Kinder entschieden hat. Sie soll die Wahl haben, ob sie nur Mama sein oder sich auch beruflich weiter verwirklichen möchte. Sie soll keine Angst haben müssen, in dem einen Fall als rückständiges Hausmütterchen und im anderen als egoistische Rabenmutter zu gelten. Sie soll sich frei entfalten können wie es ihr im Rahmen ihrer familiären Bindungen möglich ist. Nicht, wie es der enge strukturelle Rahmen der Politik erlaubt.

Zugegeben, vieles scheint bei den aktuellen Parteiprogrammen noch in weiter Ferne zu liegen, aber das heißt nicht, dass es nicht schon am Horizont aufschimmert. Es wird nicht reichen, sich Veränderung lediglich zu wünschen und zu resignieren, weil (noch) kein Parteiprogramm alle meine Wünsche berücksichtigt. Ich werde meinem Traum von einer besseren und gerechteren Familienpolitik für meine Kinder bestimmt nicht näher kommen, indem ich meine Stimme ungehört verhallen lasse.

 

„Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden“

Um nochmal den Bogen zum Auftakt dieses Textes zu schlagen: die Freiheit des einzelnen ist wichtig, aber sie ist nur richtig, wenn wir den anderen ebenfalls ihre Freiheit lassen. Seien wir ehrlich zu uns selbst, wir werden aller Wahrscheinlichkeit nach nie alles bekommen, was wir uns wünschen, dazu sind wir zu viele mit mindestens genauso vielen unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen. Aber wenn ich mit meiner Stimme auch nur ein klitzekleines Stück dazu beitragen kann, dass Mütter, Väter, Kinder, Familien in diesem Land gerechter behandelt werden, dann nehme ich diese Chance sehr dankbar an.

Deswegen gehe ich zur Wahl. Damit meine Kinder nicht in einer Welt leben müssen, in der sie nicht sie selbst sein dürfen. You know what I mean.

Barbara

 

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3 Gedanken zu “„Be a voice, not an echo“ ° Im Namen der Freiheit oder Warum ich als Mama für meine Kinder wählen gehe

  1. Habe in deiner instastory schon gesehen gehabt dass der Beitrag kommt, und war wirklich sehr gespannt!
    Ich find deine Einstellung zu dem Thema toll! 🙂 jeder sollte seine Stimme wahrnehmen, und das sollte man auch seinen Kindern vorleben.

    Hab einen schönen abend ☺

    Laura

    Gefällt 1 Person

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