Über Schneeglöckchen, Erbsen & Feminismus ° Freitagslieblinge am 10. März 2017

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Mein Lieblingsbuch der Woche ist Zuhause von Carson Ellis. Ich habe dieses Bilderbuch in der Kinderbuchabteilung entdeckt und habe mich sofort in das wunderhübsche Cover verknallt. Und wer mich kennt, der weiß, ich lasse KEIN schön verpacktes Buch liegen. So habe ich mir schon einige Fehlkäufe eingebrockt, frei nach dem Motto „Außen hui, innen pfui“. Wenigstens habe ich dadurch durchaus ansehnliche Buchregale.

Aber zurück zum Objekt der Begierde. Ich kaufte also das Buch für den fünfjährigen Sohn und – was soll ich sagen? – nun gehört es mir. Nicht, dass es dem Sohn nicht gefallen hätte. Er findet es sogar ausgesprochen spannend, sich die fantasievollen Heime anzuschauen, die Frau Ellis da gezaubert hat. Viele unterschiedliche gewöhnliche und außergewöhnliche Häuser, Paläste, Schiffe, Wigwams, unterirdische Schlupfwinkel und viele weitere originelle und phantastische Unterkünfte sind in diesem Buch zu bestaunen. Alles ist so liebevoll und wunderschön illustriert, dass ich es einfach für meine eigene Sammlung haben musste. Aber keine Sorge, der Sohn darf jederzeit reinschauen und sich an diese wunderbaren Rückzugsorte träumen, versprochen!

On top hat Rike diese Woche in ihrem Blog das neue Buch von Carson Ellis „Wazn Teez?“ vorgestellt. Yipieee, da freu ich mich schon drauf, danke für den Tipp, Rike!

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Mein Lieblingsessen der Woche war eine Erbsen-Blumenkohl-Suppe mit Schweinefiletspitzen. Ich wusste bereits am Montag, dass ich im Laufe der Woche nicht viel Zeit zum Kochen haben würde, also überlegte ich mir, einen großen Pott Suppe zu kochen, von dem wir möglichst viele Tage zehren könnten. Im Kühlschrank fand sich ein Blumenkohl und im Gefrierschrank Erbsen und so wurde die Idee zu dieser Suppe geboren. Da ich nicht so der große Erbsenfan bin, wollte ich noch was reinwerfen, was meinen Gaumen von den Erbsen ablenkt, so kam ich auf das herzhafte Fleisch. Die Zubereitung war mehr als easy-peasy und im Gegensatz zu meinen vielen anderen improvisierten „Kreationen“ wirklich lecker! Und das Süppchen sah so schön nach Frühling aus auf meinem Teller. Zu meiner großen Überraschung ein Erfolg auf ganzer Linie.

Es scheint gerade Erbsensuppenzeit angebrochen zu sein, bei Anna von berlinmittemom habe ich diese Woche nämlich auch eine entdeckt. Sieht total lecker aus, die probiere ich auch bald. Trotz der doofen Erbsen.

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Mein Lieblingsmoment mit den Kindern war diese Woche ein Lieblingsmoment mit der ganzen Familie. Ich war am Montag mit den Kindern in der Stadt, um Geburtstagsgeschenke für ihre Freunde zu besorgen und wir kamen an einem Hema vorbei. Und an einem Hema gehe ich nie vorbei, ohne wenigstens mal ganz kurz reinzuschauen. Wir verließen den Laden mit neuen Malbüchern, Stiften und Stempeln und probierten sie gleich nach dem Abendessen alle gemeinsam aus. Schön war das, alle in Frieden und Ruhe und in kreativem Tatendrang gemeinsam zu sehen. Nach diesem einträchtigen Moment brach dann zwar das übliche Chaos wieder aus, aber dieser Moment bleibt mir.

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Meinen Lieblingsmoment nur für mich hatte ich Anfang der Woche bei einem Spielplatzbesuch mit meinen Kindern. Ich war zwar nicht ganz allein für mich, aber das kleine Fräulein schlummerte ungewöhnlicherweise im Buggy und der Sohn war so hoch auf dieses Kletterspinnendings (ich weiß grad nicht wie die Dinger heißen) geklettert, dass ich ihn kaum hören konnte. Ich war also quasi allein für mich und lief ganz entspannt meine kleinen Auf und Ab’s, bewunderte dabei meine fetzigen neuen Sneakers und die schönen Schneeglöckchen, die ich so liebe. Neue Schuhe und schöne Blumen – was soll ich noch sagen? Mehr bracht die HAMMAmama nicht, um glücklich zu sein!

P.S.: Geständnis der Woche: die Schneeglöckchen hatte ich auf dem Spielplatz schon die Woche zuvor entdeckt. Gerissen wie ich bin, habe ich ganz scheinheilig das Sandspielzeug der Kinder aus dem Auto geholt „damit sie damit spielen können“. In Wahrheit aber brauchte ich das unschuldige Schnippchen, um die Schneeglöckchen auszugraben und das ahnungslose Sandeimerchen, um das Corpus Delicti zum Auto zu transportieren. Diese tollen Blümchen inspirierten mich dann zu der österlichen Pflanzschale, die ich euch schon hier gezeigt habe.

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Meine Inspiration der Woche war der Weltfrauentag. Als überzeugte Kämpferin für die feministische Sache stand der Tag für mich, wie für viele andere Frauen auch, unter einem feministischen Stern. Mareice von Kaiserinnenreich und das Femininistische Netzwerk organisierten anlässlich dieses besonderen Tages eine Blogparade mit dem Titel „Ein Tag ohne Frauen, ein Tag ohne mich“. Ich habe mich mit einem Beitrag daran beteiligt und möchte euch auch die Beiträge der anderen Mom-Blogger sehr ans Herz legen.

Meine persönlichen Favoriten sind, tadaaaa:

  • der mitreißende und kämpferische Beitrag von Rike: „Wer jetzt hier im Internet rumlächelt und sich fragt, was eine Demo bringen soll: Mut soll sie bringen. Sie soll Frauen jeder Religion und Hautfarbe, jeder sexueller Orientierung oder Zugehörigkeit zeigen, dass sie gesehen werden.Solidarität macht stark und glücklich. Und das bin ich lieber als verbittert und online.“
  • der aufklärerische und inspirierende Beitrag von Ute auf Business Ladys: „macht den #MeinTagOhneMich zu #MeineTageOhneMich: Integriert das Streiken in euren Alltag! Redet über die vielen Aufgaben, die ihr übernehmt, handelt sie neu aus. Macht euch schlau! Was es bedeutet, die schlechtere Steuerklasse zu nehmen, weil euer Mann besser verdient. Jetzt, aber vor allem auch beim Elterngeld, beim Arbeitslosengeld, bei der Altersvorsorge. Wenn ihr Care-Arbeit übernehmt, sprecht darüber, was es für euch zeitlich, beruflich, nervlich und vor allem für die Altervorsorge bedeutet. Es ist nicht selbstverständlich, dass ihr das macht. Recherchiert und verhandelt gut. Abgesehen von allen strukturellen Ungerechtigkeiten, können wir auch selbst ganz schön viel erreichen. Ist das leicht? Nein. Aber es lohnt sich.“

  • der wunderbar dystopische Beitrag von Alu von Große Köpfe: „Abends fällt der Mann müde ins Bett. Er weint sich ein wenig in den Schlaf, denn im Gegensatz zu anderen Partnern hat er seine Frau, und die Mutter seiner Kinder, immer sehr geschätzt und geliebt. Er hat sich stets die Care Arbeit mit ihr geteilt und verflucht nun an jedem seiner endlosen Tage all die arroganten männlichen Arschlöcher die der Welt diese verdammte männliche Scheiße eingebrockt haben.“
    ISupportADayWithoutAWoman

In diesem Sinne: Fight For Your Right, HAMMAmamas! Niemand wird es für uns tun, wenn wir es nicht selber angehen.

Weitere Freitagslieblinge findet ihr wie immer bei Anna auf Berlinmittemom.

Eure Barbara


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