Eine reich gedeckte Tafel

Vorletztes Wochenende hatte ich Geburtstag und nach langer Zeit und vielen Geburtstagen mit Kuchen aus der Fertigpackung hatte ich mal wieder Lust, meine Gäste so richtig schön zu bewirten. Da der Geburtstag auf einen Sonntag fiel, lag ein Brunch nahe. Das erschien mir am passendsten, denn ich finde, ein Brunch ist immer ungezwungen und entspannt für Gastgeber und Gäste gleichermaßen.

Eine Idee für das Essen hatte ich auch schon: ich hatte vor Kurzem auf meinen Pinterest-Streifzügen wunderschön arrangierte, reich gedeckte „Crostini-Stations“ entdeckt und war in diesen prachtvollen Anblick sofort verliebt. Diese Tafeln sind ein echter Festschmaus für’s Auge. Ich finde es fabelhaft, wenn der visuelle und der geschmackliche Eindruck zu einer Einheit verschmelzen.

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Eine Crostini-Station hat außerdem einen unschlagbaren Vorteil für Mamas, denn bekanntermaßen haben diese eher wenig Zeit für die Vorbereitung ausladender Mahlzeiten: die Zubereitung der Speisen geht ziemlich schnell. Der Mann und ich haben nur drei schnelle Salate, eine Guacamole und eine Suppe gezaubert, der Rest wird nur aufgeschnitten und arrangiert.

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Zugegebenermaßen habe ich für das Arrangieren der Tafel fast zwei Stunden gebraucht, aber das hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, so dass ich es nicht als Mühe oder gar Arbeit empfunden habe. Ich sprühte vor Ideen für Gestaltungsmöglichkeiten, als das zunächst vage Arrangement immer mehr Form angenommen hat. Der Prozess erinnerte mich an das Malen eines Bildes: aus einem ersten Entwurf wurde schließlich eine vollendete Komposition, in die ich all meine Kreativität und mein Herzblut steckte. Was für ein wunderbares, befriedigendes Gefühl, als die Tafel vollendet war! Es ist schwer in Worte zu fassen, was während eines kreativen Prozesses in mir vorgeht, ich fühle mich das irgendwie besonders lebendig, lebendiger als sonst.

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Da ich kein schönes Holzbrett hatte, wie ich sie auf Pinterest gesehen habe, nahm ich meine ollen Schneidbretter und umwickelte sie mit braunem Packpapier
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Das sieht dann so aus: schlicht und rustikal
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Ich habe mit der Mitte angefangen und von dort aus in beide Richtungen die Komposition erweitern
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Hier steht die grobe Komposition mit den größten Elementen bereits, danach geht es ans Feintuning mit Früchten, Nüssen und Kräutern für den abschließenden Gesamteindruck

Wer keine Lust und/oder Zeit hat, so viel Zeit in das Arrangement zu stecken, kann die Sachen einfach nett nebeneinander drapieren und die guten Speisen für sich sprechen lassen. Mit einer Crostini-Station ist man sehr flexibel. Sowohl beim Anrichten als auch bei den Zutaten. Ihr könnt entscheiden, ob ihr Salate und Dips selber zubereiten oder lieber fertig kaufen möchtet.

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Ich habe mich für folgende Köstlichkeiten entschieden:

  • verschiedene Käse wie Camenbert, Brie, kleine Mozzarellakugeln-> teilweise aufgeschnitten, teilweise am Stück gelassen
  • kleine Salamis am Stück und roher Schinken -> nur ein wenig drapiert
  • Oliven
  • Trockenfrüchte wie Aprikosen, Pflaumen und Cranberries
  • Nüsse wie Walnüsse und Cashewkerne
  • diverse Früchte wie Clementinen (im Stück), Erdbeeren (in Scheiben), Weintrauben (ganze Reben), Orangen/Limetten/Blutorangen/Grapefruit (in Scheiben -> eigentlich nur zu Dekorationszwecken auf der Tafel, kann man sich aber auch in sein Glas Wasser tun, um es ein wenig zu aromatisieren)
  • Dips, Hummus, Guacamole (wir haben dieses Mal nur die Guacamole selber gemacht, beim Rest haben wir auf Convenience-Produkte zurückgegriffen)
  • natürlich dürfen verschiedene Brotsorten nicht fehlen (wir haben im Grunde eine Brot- statt einer Crostini-Station gemacht, denn wir haben keine kleinen Scheiben getoastetes Weißbrot genommen, sondern einfach Scheiben von gutem leckeren Brot in allen Ausführungen)
  • dekoriert habe ich viel mit den Zutaten selber: Nüsse, Trockenfrüchte und Obstscheiben/-stücke und zudem das Ganze mit frischen Spinatblättern (hatte ich noch vom Fenchel-Salat übrig) sowie diversen Kräutern wie Rosmarin, Minze und Basilikum optisch „begrünt“. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
  • Optional könnt ihr noch je nach Geschmack 1-3 kleine Salate machen und die Tafel damit ergänzen. Die Rezepte für die Salate, die wir gemacht haben, findet ihr hier unten

Fenchel- Linsen-Salat mit Halloumi

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  1. Backofen auf 200 °C vorheizen. Die grünen Stängel des Fenchels abschneiden und die federigen Blätter hacken. Die Knolle der Länge nach halbieren, Strunk entfernen und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Letzteren hacken, die Zwiebel in feine Scheiben schneiden. Süßkartoffeln schälen und würfeln.
  2. In einer Schüssel Fenchel, Süßkartoffeln und Zwiebel mit 1 Esslöffel Olivenöl vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Anschließend das Gemüse auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech 45 Minuten im Ofen garen, bis es weich und braun ist.
  3. Währenddessen in einem kleinen Topf die Linsen in etwa 350 ml Wasser für 30 Minuten weich kochen. Anschließend abseihen und mit kaltem Wasser abspülen.
  4. Halloumi in Würfel schneiden und in einer Pfanne von jeder Seite 2 Minuten goldbraun braten.
  5. In einer großen Schüssel Linsen mit Fenchelblättern, Balsamico-Essig, Knoblauch und dem restlichen Olivenöl vermischen. Danach das gebackene Gemüse untermischen.
  6. Anschließend den Linsen-Fenchel-Salat auf Tellern verteilen und mit dem gebratenen Halloumi warm servieren.

Fenchelsalat mit Quinoa und Granatapfelkernen

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  1. Quinoa unter fließendem Wasser abwaschen. Wasser zum Kochen bringen und Getreide 13-15 Minuten weich kochen. Mit einer Gabel auflockern und abkühlen lassen.
  2. Olivenöl mit Limettensaft und Schalotte glatt rühren, mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. In einer großen Schüssel Getreide mit Fenchel, Spinat und Granatapfelkernen vermischen. Das Dressing darüber geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Honigmelonen-Mozzarella-Salat

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Für diesen Salat haben wir einfach eine Honigmelone mit einem Kugelausstecher ausgehöhlt, die Melonenkugeln mit einer Packung Mozzarellakugeln und etwas rohem Schinken vermischt und anschließend mit etwas Salz, Pfeffer, Olivenöl und weißem Balsamicoessig angemacht. Ein wenig gehackten Basilikum drüber und rein in die dekorative Melonenschale. Fertig.

Rote Beete-Orangen-Suppe

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Da mich am Vortag das Kochfieber gepackt hatte, machte ich noch eine schnelle Rote Beete-Orangen-Suppe, da ich eh Orangen für die Dekoration eingekauft und diese auch verbrauchen wollte. Das Rezept dafür habe ich hier entdeckt. Sie war schmackhaft, aber durch die vielen Orangen recht bitter. Solltet ihr die Suppe nachkochen wollen, empfehle ich euch die Hälfte der im Rezept vorgeschlagenen Orangenmenge zu nehmen.

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren. Wenn nicht, ist gegen Frikadellen mit Kartoffelsalat und eine Guglhupf-Fertigmischung auch nix einzuwenden. Schmeckt lecker und geht schnell. Hat mir auch schon oft den Hintern gerettet.

Egal wofür ihr euch entscheidet – ihr seid alle eine HAMMAmama!

Eure Barbara

P.S.: Wenn ihr Lust auf weitere appetitliche Brunch-Kompositionen habt, habe ich hier weitere deliziöse Bilder für euch gesammelt. Genießt es!


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